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BBL ermöglicht Elektro-Azubis Auslandspraktika mit Erasmus+

Internationale Erfahrungen sammeln, neue Arbeitsweisen kennenlernen und den eigenen Horizont erweitern: Für die Elektro-Auszubildenden der BBL Bahnbau Lüneburg GmbH wird das zunehmend Realität. Im Rahmen des europäischen Erasmus+-Programms erhalten angehende Elektronikerinnen und Elektroniker die Möglichkeit, Praktika im Ausland zu absolvieren und wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt anderer europäischer Länder zu gewinnen.

Die familiengeführte BBL-Unternehmensgruppe mit Sitz in Lüneburg ist seit mehr als zwei Jahrzehnten auf Dienstleistungen rund um die Bahninfrastruktur spezialisiert. Mit ihrem breiten Leistungsspektrum im Bereich der Bahntechnik legt das Unternehmen besonderen Wert auf die Ausbildung junger Fachkräfte. Rund 400 Mitarbeitende sowie zahlreiche Auszubildende gehören inzwischen zur Unternehmensgruppe. Mit den Erasmus+-Auslandspraktika erweitert BBL das Ausbildungsangebot für seine Elektro-Auszubildenden um eine internationale Komponente. Während ihres Aufenthalts arbeiten die Nachwuchskräfte in Partnerbetrieben im europäischen Ausland, lernen andere Arbeitsweisen und technische Standards kennen und sammeln Erfahrungen, die weit über den gewohnten Ausbildungsalltag hinausgehen.

Eine wichtige Grundlage für den Erfolg eines solchen Austauschs bildet unter anderem auch der Englischunterricht an der Berufsschule. Die dort erworbenen Sprachkenntnisse erleichtern den Auszubildenden die Verständigung im Arbeitsalltag, fördern den fachlichen und persönlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern und geben Sicherheit im Umgang mit internationalen Teams. So ergänzen sich betriebliche Ausbildung, schulischer Unterricht und praktische Auslandserfahrung zu einem ganzheitlichen Lernkonzept.

Ein Auslandsaufenthalt bedeutet dabei vor allem eines: den Schritt aus der eigenen Komfortzone. Für die Auszubildenden heißt das, sich auf neue Situationen einzulassen, ungewohnte Abläufe kennenzulernen und Verantwortung in einer neuen Umgebung zu übernehmen. Genau diese Herausforderungen bieten die Chance, persönlich zu wachsen, selbstständiger zu werden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Nahaufnahme von mehrfarbigen Kabelinstallationen
IHK-Plakette zum Auslandspraktikum

„Gerade in technischen Berufen werden internationale Erfahrungen immer wichtiger“, erklärt Mark Riedel, Abteilungsleiter Elektro-, Telekommunikations- und Zugsicherungstechnik bei BBL. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren dabei nicht nur fachlich, sondern entwickeln auch wichtige persönliche Kompetenzen wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf neue Menschen und Arbeitsweisen einzustellen.“

Die Ausbildung im Bereich Elektrotechnik besitzt bei BBL einen hohen Stellenwert und bildet einen wichtigen fachlichen Schwerpunkt. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die Qualifizierung seiner Nachwuchskräfte und baut derzeit ein neues Trainingscenter auf, um die Aus- und Weiterbildung künftig noch gezielter zukunftsorientiert gestalten zu können. Praxisnahe Ausbildung, moderne Technik und individuelle Förderung gehören dabei ebenso zum Ausbildungskonzept wie die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln.

Durch die Verbindung von beruflicher Ausbildung und europäischer Mobilität stärkt BBL nicht nur die Attraktivität seiner Ausbildungsangebote, sondern bereitet die Fachkräfte von morgen gezielt auf die Anforderungen einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt vor. Für dieses Engagement wurde BLL von der Handwerkskammer mit dem Online-Siegel „Auslandspraktikum – Wir machen’s möglich“ ausgezeichnet. Für die Auszubildenden bedeutet das: neue Perspektiven gewinnen, Herausforderungen meistern und mit wertvollen Erfahrungen nach Lüneburg zurückkehren.

„Man merkt bei einem solchen Austausch, dass man viel mehr schaffen kann, als man denkt.“

Julian Tesch hat seine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik Anfang des Jahres bereits erfolgreich abgeschlossen und wurde bei der BBL Bahnbau Lüneburg GmbH in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen. Er nahm im Rahmen des Erasmus+-Programms in seinem 4. Lehrjahr an einem Austausch in der Schweiz teil. Im Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen und davon, welchen Mehrwert ein Auslandsaufenthalt während der Ausbildung bietet.

Wie kam es dazu, dass du am Erasmus+-Programm teilgenommen hast?

Ich fand die Möglichkeit spannend, während meiner Ausbildung einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die Chance, einen anderen Betrieb kennenzulernen, neue Arbeitsweisen zu erleben und gleichzeitig ein anderes Land zu entdecken, hat mich sofort begeistert.

Was waren deine ersten Eindrücke von der Arbeit in der Schweiz?

Besonders interessant war es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Arbeitsabläufen kennenzulernen. Viele technische Anforderungen sind vergleichbar, aber jeder Betrieb hat natürlich seine eigenen Strukturen und Herangehensweisen. Es war spannend zu sehen, wie andere Teams arbeiten und welche Anregungen man daraus für den eigenen Berufsalltag mitnehmen kann.

Gab es etwas, das dich besonders überrascht hat?

Ich hätte nicht erwartet, wie schnell man sich an eine neue Umgebung gewöhnen kann. Am Anfang ist vieles ungewohnt, aber genau das macht den Reiz aus. Man muss sich auf neue Situationen einstellen und merkt dabei, dass man kann viel mehr schaffen, als man denkt.

Welche Bedeutung hatte der Austausch für deine Ausbildung?

Ich konnte viele neue Eindrücke sammeln und mein Fachwissen erweitern. Gleichzeitig wird man selbstständiger, weil man sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden und neue Herausforderungen meistern muss. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Was würdest du anderen Auszubildenden empfehlen, die über einen Auslandsaufenthalt nachdenken?

Ich würde die Möglichkeit auf jeden Fall nutzen. Es ist eine besondere Erfahrung, die man nicht jeden Tag machen kann. Man lernt nicht nur fachlich dazu, sondern entwickelt sich auch persönlich weiter. Es lohnt sich, die eigene Komfortzone zu verlassen und offen für neue Erfahrungen zu sein.

Was hast du aus der Zeit in der Schweiz mit zurück nach Lüneburg genommen?

Vor allem die vielen neuen Perspektiven und Erfahrungen wirken bis heute nach. Das ist unbezahlbar, denn durch die neue Situation habe ich mich selbst noch einmal besser kennengelernt. Außerdem habe ich erlebt, wie wichtig Offenheit gegenüber Neuem und der Austausch mit anderen Menschen sind. Diese Erfahrungen kann mir niemand mehr nehmen und sie werden mich auch weiterhin bei meiner Tätigkeit begleiten.

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